SCC Gruenthal - Stock-Car

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    Eine Motorsportart stellt sich vor

Stock-Car-Fahren

1. Grundregeln

Voraussetzung für das Stock-Car-Fahren ist die Mitgliedschaft eines beim BSCV eingetragenen Stock-Car-Vereins und der Besitz des Führerscheins der Klasse 3. Nur wer diesen besitzt, erhält auf Antrag beim BSCV (Bayerischer Stock-Car-Verband, Dachorganisation aller Stock-Car-Fahrer) eine Fahrerlizenz. Diese wird ebenfalls auf Antrag, jährlich verlängert.

Klassen:   - Juniorklasse
                - unverbaut     - bis 1800 ccm
                                       - Mannschaft bis 1800
                                       - über 1800 ccm                                      
                - verbaut         - bis 1800 ccm
                                       - Mannschaft bis 1800 ccm (Bayer.)
                                       - über 1800 ccm
                                       - Mannschaft über 1800 ccm (Deutsche)
                - Damen          - Einzel
                                       - Mannschaft (Deutsche)
                - Eigenbauklasse
                - Superklasse   - Karosserie
                                        - Eigenbau
                - verbaut Spezial

2. Das Stock-Car-Auto

Stock-Car-Autos sind serienmäßige Fahrzeuge (außer Eigenbau), deren "Innenleben" verändert wurde. So sind beim Stock-Car Auto alle Scheiben, sowie die Scheinwerfer und Blinkergläser entfernt. Ferner müssen im Innenraum, bis auf den Fahrersitz, alle brennbaren Teile entfernt werden. Ist dies geschehen, wird der Überrollkäfig installiert. Die Rohre, die dafür verwendet werden, müssen einen Durchmesser von 40 mm haben. Zwei weitere Rohre direkt hinter dem Fahrer sollen in Verbindung mit der Kopfstütze Genickverletzungen ausschließen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Stock-Car-Autos ist die Türplatte auf der Fahrerseite. Sie muß mindestens 4 mm stark sein. Ein Maschengitter anstelle der Frontscheibe vervollständigt den Schutz für den Fahrer (Sturzhelmpflicht leistet ein übriges an Sicherheit für den Fahrer). Auch die Fahrerseite muß mit dem Schutzgitter versehen sein. Beim Stock-Car-Fahren dürfen nur noch Hosenträgergurte benutzt werden. Drei-Punkt-Automatikgurte sind verboten. Die Höchstmenge an mitzuführenden Treibstoff beträgt 20 Liter. Wichtig am Sock-Car-Fahrzeug ist auch die Startnummer. Sie muß sichtbar auf dem Dach, auf der Fahrerseite und auf der Beifahrerseite angebracht sein (Grundlage für die Rundenzählung). Die Fahrzeuge werden nach Hubraum eingeteilt. Bei den Fahrzeugen gibt es die zwei Klassen: bis 1800 ccm und darüber. Die Funktionstüchtigkeit der Bremsen und die richtige Bauart der Überrollkäfige wird am Tag vor dem Rennen von BSCV-Sportkommissaren überprüft. Jedes Fahrzeug muß dann u.a. eine Bremsprobe ablegen. Sollte ein Mangel an den Bremsen oder einem anderen Bestandteil des Stock-Car-Fahrzeuges festgestellt werden, muß dieser beseitigt und das Auto erneut vorgefahren werden. Ist das Fahrzeug dann abgenommen, geht es zum Trainingslauf. Hier fährt jeder Pilot alleine eine Runde auf Zeit. Das in seiner Klasse schnellste Fahrzeug erhält dann den besten Startplatz, es steht in der ersten Reihe innen. Der Zweitschnellste steht in der ersten Startreihe in der Mitte, der Drittschnellste außen usw.

3. Das Rahmenprogramm

Unter Rahmenprogramm sind diejenigen Läufe zu verstehen, in denen nicht um Punkte für die Meisterschaft gekämpft wird. In diesen Läufen fahren auch die Ersatzfahrer oder wer halt den Streß um Punkte kämpfen zu müssen nicht mag.

4. Die Meisterschaftsläufe der verbauten Klasse (bis 1995 unverbaute Klasse)

Hier geht es in der Klasse bis 1800 Einzel oder Mannschaft  und in der Klasse über 1800 Einzel  um die Bayer. Meisterschaft und im Mannschaftslauf über 1800 ccm um Punkte für die Deutsche Meisterschaft. Die Deutsche Einzelmeisterschaft wird zusätzlich im Mannschaftslauf ausgefahren.

In den Mannschaftsläufen fahren jeweils 4 bis 5 Teams mit je vier Fahrern gegeneinander.

Die Punktewertung ist ab 2002 einheitlich 10-7-5-4-3-2-1.So profitiert nicht nur der Sieger des Laufes, auch sein Team erhält Punkte für die Meisterschaft. Entscheidend in diesen Läufen ist das "Teamfahren", d.h. der Führende wird von seinen restlichen drei Teamkameraden von den Angriffen der anderen Fahrer abgeblockt. Da jedes Team den Sieger stellen will, entstehen hier harte Kämpfe, die dennoch fair ausgetragen werden. Regelüberschreitungen sind sehr selten, zumal die teilnehmenden Fahrer die besten des jeweiligen Teams sind; die besten Fahrer haben meist auch die größte Routine, welche oftmals entscheidend für den Gewinn der Meisterschaftspunkte ist.

5. Die unverbaute Klasse

Diese Klasse wurde 1996 neu geschaffen. Im Prinzip ist es die gleiche Klasse wie die verbaute, nur daß hier jegliche Schweißarbeiten an der Karosserie verboten sind. Hier gilt die gleiche Punktewertung wie in der verbauten Klasse. Es ist eine Klasse für Neueinsteiger, die mit niedrigem Kostenaufwand betrieben werden kann.
In dieser Klasse wird seit 2000 ebenfalls eine Mannschaftsmeisterschaft ausgefahren, die sich aber auf Fahrzuege bis 1800 ccm beschränkt.

6. Die Eigenbauklasse

Hier sind Fahrzeuge am Start, die mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand von Grund auf neu gebaut wurden. In dieser Klasse gibt es weder Kubik- noch PS-Einteilung. Crashen ist erlaubt. In dieser Klasse wird nur noch eine Einzelmeisterschaft ausgetragen.

7. Die Superklasse

Die Superklasse teilt sich in Superklasse-Karosserie und Superklasse-Eigenbau.

In der Superklasse-Karosserie fahren serienmäßige Fahrzeuge höherer PS-Klasse (mind. 150 PS). Sie heben sich vor allem optisch von den anderen Stock-Cars ab. Besondere Lackierungen der Fahrzeuge sind unter den Fahrern schon fast Ehrensache. Der entscheidende Unterschied ist jedoch der Aufbau. So dient der Rammschutz ebenso wie die innen verlegten Rohre zur Versteifung eines Superklassefahrzeugs. Nötig geworden sind diese Versteifungen, um diese teilweise recht teuren Fahrzeuge zu schützen. Diese Autos sind also so konstruiert, daß sie mehrere Rennen überstehen. In der Superklasse herrscht absolutes Crashverbot! Anlehnen an den Gegner und Schieben sind jedoch erlaubt.

8. verbaut Spezial

In dieser Klasse fahren die aus den normalen Meisterschaften verbotenen Turboautos. Es gibt nur eine Bayer. Einzelwertung. Auch hier gilt die neue P8unktewertung wie oben. Diese sehr schnellen Läufe sind mittlerweile zu richtigen Zuschauermagneten geworden..

 

 

9. Damenläufe

Unsere Stock-Car-Amazonen stehen den Herren in keiner Weise nach. Die Damen fahren sowohl Einzel als auch Mannschaftsmeisterschaften aus. Das Reglement dieser Läufe entspricht denen der Herrenläufe.

10. Regeln

Grundsätzlich gilt: Sieger des Laufes ist der Fahrer, der zuerst die geforderte Distanz zurückgelegt hat. Doch es sind einige Regeln zu beachten. De Fahrer darf einem anderen Fahrzeug nicht in die Fahrerseite fahren. Die Fahrertür ist zwar durch eine Türplatte speziell geschützt, doch wird durch diese Reglementierung die Verletzungsgefahr weitgehend ausgeschlossen. Crasht ein Fahrer nun doch auf der Fahrerseite ein anderes Fahrzeug, erhält er die schwarze Flagge, d.h., er wird disqualifiziert und muß die Rennstrecke verlassen. Die schwarze Flagge erhält der Fahrer auch, wenn ihm durch die hoch stehende Motorhaube die Sicht versperrt ist, wenn sich die Türplatte gelockert hat oder sein Fahrzeug die Rennstrecke mit allen vier Rädern verlassen hat. Hat sich ein Fahrzeug überschlagen, wird das Rennen durch ein lautes Hupsignal und die rote Flagge der Streckenposten sofort gestoppt. Das Fahrzeug wird von den Helfern wieder aufgestellt. Sollte das Fahrzeug noch intakt sein und der Pilot weiterhin am Rennen teilnehmen können, wird das Rennen mit ihm wieder fortgesetzt. Wenn nicht, steigt der Fahrer aus und das Rennen geht ohne ihn weiter. Wichtig dabei ist: Der Fahrer darf das Fahrzeug nur während des Rennstops verlassen. Sicherheit des Fahrers ist oberstes Gebot bei jedem Rennen.

Am Ende einer Saison treffen die Punktbesten Fahrer und Teams der Gruppe Nord und Süd zu einem gemeinschaftlichen Endlauf zusammen, um den endgültigen Meister jeder Klasse zu bestimmen

Ausschreibung des BSCV 2009

 

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